Ca. 3% aller Geburten in DACH finden außerklinisch statt, sprich im Geburtshaus oder zu Hause. In diesem Beitrag geht es speziell um Hausgeburten, um Risiken, Vorteile und Tipps.

Für uns ist dieses Thema ein besonders wichtiges, weil Ulla selbst Hausgeburtshebamme ist und Alina eine wundervolle Hausgeburt im März 2018 erlebte. Jedoch dient dieser Beitrag nicht dazu, Dich zu einer Hausgeburt zu bewegen, sondern – wie immer in unserem Vlog – Dich bewertungsfrei zu informieren! Denn da wo Wissen ist, ist keine Angst mehr!:)

Eine ganz wichtige Frage rund um Hausgeburten liegt bei der Sicherheit und Aufrechterhaltung der Gesundheit von Mutter und Kind. Die wenigsten wissen, dass eine Hebamme, die die Hausgeburt begleitet, einer Qualitätssicherung unterliegt und DIE Fachperson für Geburten ist.

Es stimmt, dass auch in der Klinik bei einer normal verlaufenden Geburt Arzt/Ärztin meistens nicht anwesend ist bzw. erst zum Schluss dazu kommt, da es medizinisch und rechtlich nicht erforderlich ist. Eine Hebamme kann und darf von A bis Z eine natürliche Geburt allein begleiten und ist die richtige Fachfrau dafür.

Did you know? Der Anteil an Hausgeburt-und Geburtshaus-Mamas liegt in den Happy Birthing Days bei ca. 30-40%. Das zeigt ganz deutlich, dass Eltern, die außerklinisch gebären, vergleichsweise eine viel größere Bereitschaft mitbringen, Selbstverantwortung für ihre Geburt und die Gesundheit ihres Ungeborenen zu übernehmen als die Klinik-Eltern. Und das zeigt sich auch in den Zahlen: 92% dieser Eltern erleben eine selbstbestimmte Geburt ohne bzw. mit kaum Interventionen. (Quelle: www.quag.de)

Für eine außerklinische Geburt können sich Frauen entscheiden, wenn sie gesund sind, ihre Schwangerschaft unauffällig verläuft und sie sich eine Geburt außerhalb der Klinik wünschen. Einzelne »Befunde«, die im Mutterpass notiert werden, schließen eine außerklinische Geburt nicht automatisch aus.

Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe e.V.

Das gute Gelingen einer außerklinischen Geburt hängt in erster Linie davon ab, wie viel Vertrauen die Eltern, die Hebamme und andere begleitende Fachpersonen in sich selbst haben und einander entgegenbringen. Werdende Eltern sollten sich nicht auf Apparate oder akademische Titel als Sicherheitsgewähr verlassen, sondern Urvertrauen und gesunden Menschenverstand haben.

Ingeborg Stadelmann

Das brauchst Du für Dich während Deiner Hausgeburt (bitte alles mit Deiner Hebamme absprechen, vielleicht hat sie ja etwas davon für Dich bereits vorbereitet oder bietet Dir Alternativen an):

  • Den Mutterpass
  • evtl. ein Geburtspool (zum Mieten)
  • Gymnastik-Ball
  • Ein/mehrere gut geheizte Zimmer (Kälte ist leider meistens Geburtskiller)
  • Eine Kliniktasche für den Fall der Verlegung
  • Vlies-Binden ohne Plastik (finden sich in der Drogerie bei den Babywindeln)
  • zwei bis drei mittelgroße Handtücher
  • zwei Packungen Einmal-Baby-Wickelunterlagen
  • Einen großen Abfalleimer bzw. Müllsack
  • Eine Schale für die Plazenta
  • Kirschkernkissen und/oder Wärmeflasche
  • Cool-Packs
  • ein kleines Schälchen für das Dammmassageöl
  • evtl. eine Thermoskanne mit extrem starkem, heißem Kaffee für den Dammschutz und eine Schale dazu
  • Übliche Wochenbettwäsche (Nachthemd, Hausanzug oder Pyjama), Einweghöschen, Stilleinlagen
  • Genügend Quark im Kühlschrank für den Milcheinschuss

Das brauchst Du für Dein frisch gebackenes Baby:

  • Zwei bis drei mittelgroße weiche Handtücher, ideal in Rot oder Rosa
  • Eine Wärmelampe oder ein Fön
  • Die Erstlingsausstattung mit Mütze, Söckchen, Body und Strampler
  • Pucktuch
  • Tragetuch oder Babytrage
  • Seife/Waschmittel
  • Ein gutes Babyöl aus kaltgepresstem Pflanzenöl (z.B. Mandel- oder Olivenöl)

Gibt es noch etwas, was Du in der Liste ergänzen würdest?

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